Die Fütterung ist eines der Themen, bei denen Anfänger die meisten Fehler machen. Nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil man dazu neigt, zu viel zu füttern, falsch zu dosieren oder zum falschen Zeitpunkt das Falsche anzubieten.
Die gute Nachricht: Ameisen sind nicht wählerisch, was die Fütterung angeht. Sie benötigen drei einfache Dinge in angemessenen Mengen und mit einer Frequenz, die der Größe der Kolonie angepasst ist.
Die drei Säulen der Ernährung
Hauptenergiequelle für Arbeiterinnen und die Königin. Man kann eine verdünnte Zuckerlösung, stark mit Wasser verdünnten Honig oder ein spezielles Gelee anbieten. Vermeiden Sie reinen Zucker, da er zu konzentriert ist.
Unerlässlich für die Entwicklung der Larven. Gefrorene Insekten, Grillen, Drosophila je nach Größe Ihrer Arbeiterinnen. Gefrorene Insekten sind lebenden vorzuziehen, um Milben und Parasiten zu vermeiden.
Oft vergessen, aber essenziell. Ein sauberer Trinknapf in der Arena reicht aus. Regelmäßig kontrollieren, um Stagnation und Schimmel zu vermeiden.
Nur für bestimmte Arten wie Messor barbarus nützlich. Die Arbeiterinnen verarbeiten sie zu Ameisenbrot. Wählen Sie hochwertige Samen ohne chemische Behandlung.
Wie oft füttern?
Diese Frage stellt sich jeder Züchter, und die Antwort hängt hauptsächlich von der Größe der Kolonie ab. Hier ist eine einfache Orientierungshilfe:
| Koloniegröße | Zucker | Proteine |
|---|---|---|
| Königin allein oder nanitische Arbeiterinnen | Noch nicht notwendig (klauastrale Gründung) | Noch nicht notwendig |
| 10 bis 30 Arbeiterinnen | 2 bis 3 Mal pro Woche, kleine Menge | 1 Mal pro Woche, kleine Portion |
| 30 bis 100 Arbeiterinnen | Jeden 2. Tag | 2 Mal pro Woche |
| Mehr als 100 Arbeiterinnen | Täglich oder kontinuierlich | 2 bis 3 Mal pro Woche je nach Aktivität |
Die häufigsten Fehler
- ⚠️ Überfütterung: Futterreste fördern Schimmel und ziehen Milben an. Entfernen Sie systematisch alles, was nach 24 bis 48 Stunden nicht verzehrt wurde.
- ⚠️ Zu frühe Fütterung: Während der klauastralen Gründung benötigt die Königin kein Futter. Warten Sie, bis die ersten Arbeiterinnen erscheinen, bevor Sie etwas anbieten.
- ⚠️ Proteine vernachlässigen: Zucker allein reicht nicht aus. Ohne Proteine ist die Entwicklung der Larven beeinträchtigt und die Kolonie stagniert.
- ⚠️ Lebende Insekten anbieten: Eine lebende Grille kann Arbeiterinnen verletzen, besonders in einer jungen Kolonie. Frosten Sie Beutetiere immer, bevor Sie sie servieren.
- ⚠️ Wasser vergessen: Eine dehydrierte Kolonie wird schnell weniger aktiv. Der Trinknapf verdient genauso viel Aufmerksamkeit wie der Futterplatz.