Die ersten Arbeiterinnen sind da. Die Gründung war erfolgreich. Jetzt beginnt die eigentliche Zucht: Die Kolonie benötigt Platz zum Wachsen, Erforschen und Fressen.
Dieser Übergang ist ein wichtiger Schritt. Gut gemanagt, verläuft er natürlich und stressfrei für die Kolonie. Schlecht gemanagt, kann er das, was Sie wochenlang aufgebaut haben, schwächen.
Wann sollte man umziehen?
Die Frage taucht oft auf, und die Antwort ist einfacher, als man denkt: Man muss warten, bis die Kolonie bereit ist, nicht bis man selbst bereit ist.
In der Praxis empfehle ich, zu warten, bis die Kolonie zwischen 10 und 20 aktive Arbeiterinnen zählt, bevor man einen Umzug in Betracht zieht. Darunter ist die Kolonie noch zu empfindlich, und der Stress des Transfers kann kontraproduktiv sein. Darüber hinaus sind genügend Arbeiterinnen vorhanden, um das neue Nest schnell zu sichern.
Die verbundene Röhrchenmethode: Die einfachste und stressfreiste
Anstatt die Ameisen zum Umzug zu zwingen, gibt es einen viel natürlicheren Ansatz: Verbinden Sie das Gründerröhrchen direkt mit dem Auslaufbereich und lassen Sie die Kolonie selbst entscheiden, wann sie erkunden möchte.
Man verbindet einfach das Reagenzglas mit dem Eingang des Auslaufbereichs. Die Ameisen können in ihrem eigenen Tempo erkunden, ins Röhrchen zurückkehren und die Königin nach und nach im neuen Nest ansiedeln, wenn sie es für geeignet halten.
Diese Methode hat einen großen Vorteil: keine Manipulation der Königin, kein Stress für die Kolonie. Sie folgt ihrem natürlichen Instinkt statt Ihrem Zeitplan.
Dies ist die Methode, die ich bei Fourmitures systematisch empfehle, und deshalb sind alle unsere Kits um das Reagenzglas herum konzipiert: Die Verbindungen sind so gestaltet, dass dieser Übergang so reibungslos wie möglich verläuft.
Das richtige Nest wählen
Für eine erste Kolonie muss die Wahl des Nests nicht kompliziert sein. Wichtig ist, etwas zu haben, das leicht zu beobachten, einfach zu pflegen und der Größe der Kolonie angepasst ist.
Ideal zur Beobachtung. Transparent, leicht zu reinigen, kompatibel mit der verbundenen Röhrchenmethode.
Feine Feuchtigkeitsregulierung. Bequem für Ameisen, aber für den unerfahrenen Züchter weniger übersichtlich.
Langlebig und ästhetisch. Gutes natürliches Mikroklima, aber schwieriger bei Bedarf anzupassen.
Der Auslaufbereich: Sichern und Beobachten
Der Auslaufbereich ist der Erkundungs- und Futterbereich der Kolonie. Dort suchen die Arbeiterinnen die Ressourcen, die sie ins Nest bringen. Er muss gesichert, sauber und groß genug sein, um eine normale Aktivität zu ermöglichen, ohne für eine junge Kolonie zu weitläufig zu sein.
- 🛡️ Anti-Ausbruchsmittel an den Innenrändern anbringen – Ameisen testen systematisch jede Oberfläche
- 🧹 Futterreste nach 24 bis 48 Stunden entfernen, um Schimmel und Milben zu vermeiden
- 👁️ Kommen und Gehen beobachten, ohne einzugreifen. Eine Kolonie, die erkundet, ist eine gesunde Kolonie
- 📏 Die Größe des Bereichs an die Koloniegröße anpassen. Zu groß, fühlen sich die Ameisen exponiert